Kopf- und Kieferbeschwerden Drucken

 

Craniomandibuläre Dysfunktion CMD

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnärzten und Osteopathen ist ein wichtiger Baustein zur Therapie des vielschichtigen Krankheitsbildes CMD. Sprechen Sie mit uns!

Definition

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und unterschiedlichen Symptomen. Ursächlich wird CMD als Folge von Fehlfunktionen im Bereich zwischen Schädel (Cranium) und Kiefer (Mandibula) definiert. Die ursprüngliche, enge Definition von CMD bedeutet vereinfacht ausgedrückt, dass Ober- und Unterkiefer beim Kauen nicht in einer idealen Position aufeinandertreffen.

Strukturelle, funktionelle, biochemische oder psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion im Kieferbereich können zu Beschwerden führen, die über den Kauapparat hinausgehen. So wurde bei Tinnitus-Patienten z.T. ein starker Rückbiss als Verursacher der Tinnitus-Beschwerden ausgemacht.

Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie definiert CMD als „Sammelbegriff für eine Reihe klinischer Symptome der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks, sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund- und Kopfbereich“.

Symptomatik

CMD zeichnet sich durch viele unterschiedliche Symptome aus. Mögliche Symptome können sein:

  • Eingeschränkte Kieferöffnung
  • Knacken oder Reiben der Kiefergelenke beim Öffnen oder Schließen
  • Zähneknirschen
  • Schmerzen in Zähnen, Kiefer, Mund, Gesicht, Kopf, Nacken, Schulter oder Rücken
  • Schluckbeschwerden
  • Hals-, Wirbelsäulen- oder Schulterprobleme, eingeschränkte Kopfdrehung
  • Hüft- und Knieschmerzen
  • Brustschmerzen - verursacht durch Verspannungen im Rücken
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Tinnitus und Schwindel
  • Herzrhythmusstörungen
  • Augen- und Sehstörungen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen

Ursachen und Entstehung

Als mögliche Ursachen für CMD werden u.a. Zahnfehlstellungen, nicht optimaler Zahnersatz (z.B. eine zu hohe Krone) oder Fehlbisslagen aufgeführt. Gründe für CMD können allerdings auch außerhalb des Kausystems liegen. So können Veränderungen der Körperstatik nach Unfällen oder andere Dysbalancen des Gesamtorganismus CMD-Symptome nach sich ziehen. Auch psychische Faktoren können eine Rolle spielen. Immer häufiger wird Stress im Zusammenhang mit CMD erwähnt. Stress erhöht die Aktivität der Kau- und Kopfmuskulatur und kann nachts zum Zähneknirschen führen.

Generell unterscheidet man eine aufsteigende und absteigende Symptomatik. Bei der aufsteigenden Kette werden z.B. Seitabweichungen der Wirbelsäule auf die Halswirbelsäule und dann auf das Kiefergelenk übertragen. Bei der absteigenden Symptomatik werden z.B. Zahn- oder Kieferprobleme auf den Nacken, die Schulter und schließlich auf die Wirbelsäule übertragen.

Diagnose

Für eine korrekte Diagnosestellung ist die Aufklärung des Patienten der erste und wichtigste Schritt zur positiven Beeinflussung des Krankheitsgeschehens.

Führen Sie ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Zahnarzt oder Kieferorthopäden, sowie mit Ihrem Osteopathen. Besprechen Sie mögliche Krankheitszusammenhänge und lassen Sie entsprechende Untersuchungen durchführen.

Eine somatische Untersuchung von Kieferöffnung, Kaumuskulatur und Kiefergelenken (Funktionsstatus) sowie der gesamten Köperstruktur kann hier wichtige Aufschlüsse geben.

Bei komplexen Krankheitsbildern können weitere aufwändige apparative, radiologische oder psychologische Verfahren in Diagnostik und Therapie Anwendung finden. Je nach Krankheitsverlauf sollten entsprechende Spezialisten aus anderen Fachrichtungen hinzugezogen werden.

Therapie

Ein Großteil der CMD-Patienten kann mit relativ einfachen Mitteln wie Entspannungsübungen oder einer Aufbissschiene behandelt werden. Hier einige Therapiemöglichkeiten im Überblick:

Beratung zur Selbstbehandlung hinsichtlich Ernährung, Dehnübungen, Wärme- oder Kälteanwendungen, Entspannungsübungen und Stressmanagement.

Gezielte Physiotherapie / Osteopathie zur Regulation des Muskeltonus in der Kiefer- sowie der Schulter- und Nackenmuskulatur.

Eine Okklusionsschiene (Aufbissbehelf) vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden zur Entspannung der Kau- und Kopfmuskulatur sowie zur Entlastung der Kiefergelenke.

Umfangreiche Zahnsanierungen, kieferorthopädische oder chirurgische Maßnahmen sollten nur unter strengster Indikationsstellung Anwendung finden.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraniomandibuläre_Dysfunktion
https://www.cmd-dachverband.de
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/craniomandibulaere-dysfunktion-diagnose-und-therapie-bei-cmd-a-977237.html

Wichtig: die Kooperation von Zahnärzten, Kieferorthopäden und Osteopathen

Aufgrund der Vielschichtigkeit von CMD ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnärzten, Kieferorthopäden und Osteopathen ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Behandlung von CMD. Eine osteopathische Begleitung ist bei allen zahnärztlichen und kieferorthopädischen Maßnahmen sinnvoll. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, Kieferorthopäden oder Osteopathen.

CMD und die Praxis für Osteopathie

Unser Behandlungsspektrum bei CMD:

Osteopathie und craniosacrale Therapie zur Deblockierung von Gelenken (Kiefer, Atlas, HWS, Wirbelsäule, Becken u.a.).

Regulation des Muskeltonus in der Kiefer- sowie der Schulter- und Nackenmuskulatur.

Korrektur von Haltungsdefiziten und Blockaden in der gesamten Körperstruktur (strukturell, viszeral und craniosacral).

Somatische Eigenübungen zur Entspannung und Vorbeugung des erhöhten Muskeltonus.

Osteopathische Unterstützung bei Zahnsanierung, Aufbisskorrekturen und kieferorthopädischen Maßnahmen wie Zahnspangenversorgung
und Aufbissschiene.

Sprechen Sie uns an für eine unverbindliche Beratung. Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst
Ihr Uwe Rößler
(Spezialgebiet: CMD)

 

 
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